Solge’s Hang zur Flaschenpost

Dieser Blog kommt für mich einem Experiment gleich. So wahnsinnig experimentierfreudig bin ich eigentlich nicht. Diesen Zustand könnte man als rar bezeichnen. Dieser Tag, also heute, könnte also durchaus als ein rarer Tag durchgehen. Denn ich wage dieses kleine Experiment. Ich werde mein kleines Blog-Experiment starten. Ich bin beinahe so aufgeregt wie vor meinem ersten Kuss. Das ist schon ein paar Jahre her und zwischen diesen damals küssenden Lippen und denen, die nun beim Schreiben dieser Zeilen fest aufeinander gepresst einen aufregenden Abend des Schreibens erleben liegen Welten. Lippen sprechen Wahrheit oder Lügen. Meine Lippen haben sich für ersteres entschieden. Doch sie bleiben stumm. Sie geben ihre Botschaft an meine Finger weiter. Dieser Blog ist mein Sprachrohr. Mein Brief an die Welt. Ich habe mich mit dem Bild der Flaschenpost arrangiert. Ich stelle mir vor, dass ich einen Brief schreibe, eine Flasche aus bläulichen Rauchglas zur Hand nehme, den Korken öffne, den Brief in ihr versenke und die Flasche wieder verschließe. Ich werde sie gut und sicher verschließen, prüfen ob der Korken fest sitzt. Tags drauf werde ich zum virtuellen Strand meines Lebens gehen und die Flasche auf die Reise schicken. Ich werde dort stehen und zusehen wie sie von den Wellen hinaus getragen wird. Ich werde wohl dort stehen bis ich sie nicht mehr ausmachen kann…

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