Ich sehe auf das Display meines Handys. Keine Nachricht. Schaue aus dem Fenster. Schwarze Wand. Spiegel. Ich greife nach meinen Zigaretten und verlasse dieses Zimmer. Drei Etagen bis ich vor die Tür treten kann. Achtundvierzig Stufen bis ich frische Luft atmen kann und den Winter spüre. Auf dem Weg nach unten halte ich den Kopf gesenkt, mein Blick stur auf die Bodenfließen gerichtet. Graue Karos. Wenig später stehe ich vor der Haustür, über mir das mit Schnee bedeckte gläserne Vordach. Rechts und links von mir die Briefkästen. Die Namensschilder leuchten neongrün. Ich ziehe die Schultern hoch und versuche mich so gegen den kalten Wind zu schützen. Zu rauchen ist kein Vergnügen wenn ich hier stehe. Es hilft mir lediglich die Zeit des Wartens in erträgliche Portionen zu zerlegen. Mein Blick schweift in die Dunkelheit. Die Geräusche sind andere, wenn die Nacht alles verschluckt. Nachtlicht. Das Gefühl ist ein anderes. Nachtmelodie.

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