Der harte Weg zur                      Selbsterkenntnis.


„Willst du andere erkennen, dann erkenne dich erst selbst.“

Keine Floskel, simple Wahrheit und eine Aufforderung.

Es geht darum, Einsicht in das eigene Leben zu nehmen. Sich auf die Suche zu begeben und sich selbst kennenzulernen. Das Ziel sollte sein, Erkenntnis zu erlangen und sich selbst zu finden. Die längste und mitunter auch komplizierteste Beziehung in unserem Leben führen wir mit uns selbst. Klingt nach einem harten Stück Arbeit. Aber die Anstrengung kann sich durchaus lohnen. Mehr als das ist es vor allem jedoch der Schlüssel zu einer anderen Qualität von Leben.

Die Erkenntnis birgt so vieles in sich. Sie vereint Einsicht, Vernunft, Erfahrung, Intellekt, Feststellung, Beurteilung und Bewusstsein.

Das Selbst. Der Mensch selbst. Ich.

Nun, wo der Tag die Nacht ablöst, stelle ich mir unweigerlich immer öfter diese eine brennende Frage.

Wer bin ich?

Mein Selbst hat mich so lang ich denken kann beschäftigt und in gewisser Weise gehört diese Auseinandersetzung zum Mensch sein dazu. Nun ist es dennoch eine Frage von Harmonie und Balance, ob und inwieweit man sich mit seinem Selbst auseinandersetzen sollte. Darüber hinaus besteht auch noch die Frage nach der eigenen Stärke und Kraft, denn nicht selten ist die Erkenntnis wie ein Sog. Entweder er bringt dich voran oder er wirft dich zurück.

Kann man sein Fortkommen realisieren ohne zu wissen wer man war oder wer man ist? Ist es nicht die Einsicht in die eigenen Fehler und Ängste, die einem erst ermöglichen an sich selbst zu arbeiten. Am Selbst arbeiten. Und bestärken einen kleine Erfolge, Bestätigungen und Komplimente nicht erst, wenn man über sich selbst im Klaren ist?

Zieht die Selbsterkenntnis ein gesundes Selbstbewusstsein nach sich? Es ist auf jeden Fall möglich, sofern man die Erkenntnis zum Anlass nimmt sich selbst weiterzuentwickeln. Aus seinen Fehlern zu lernen ist weniger ein Eingeständnis von Schwäche, vielmehr zeugt es von persönlicher Reife und dem Wunsch nach einem Fortkommen.

Aber auch zu sehen was gut gelaufen ist und wo die eigenen Stärken liegen kann zur Selbstheilung und vor allem zum Erkennen des eigenen Ich beitragen. Es ist ohne Frage ein harter Weg. Wem fällt es schon leicht Fehler einzugestehen, Schwächen ausfindig zu machen und der Wahrheit ins Auge zu blicken. Doch nur so kann es gelingen. Nur so hat all die Mühe auch Aussicht auf Erfolg.

Ist es erst möglich sich selbst zu lieben, wenn man zur Selbsterkenntnis gelangt ist? Wenn man in Gänze weiß wer man ist und wenn man Antworten auf die wirklich großen Fragen seines eigenen Lebens gefunden hat? Doch kann man wirklich in Gänze wissen wer man ist? Ist es nicht vielmehr ein Prozess, der einen zeitlebens beschäftigt und bis zum Ende aller Tage beschäftigen wird? Und wie steht es mit den wirklich großen Fragen des eigenen Lebens? Den Fragen meines Lebens? Fakt ist, sie haben sich aufgestaut und Fakt ist auch, dass sie mein Leben und vor allem meinen Blick auf mich selbst blockieren.

Bin ich kompliziert? Ein komplizierter Mensch? Komplizierter Mann? Lange Zeit dachte ich das. Doch mit den Jahren wachsen die Erfahrungen, auch mit mir selbst. Ich bin nicht kompliziert, ich mag’s nur gefühlvoll. Doch nicht von jedem Mann. Und auch nicht in irgendeiner Art. Ich sollte wohl damit beginnen mich meinen Idealen selbst näher zu bringen und nicht länger auf ‚Fremdbeglückung‘ setzen und die Erfüllung vom Beziehungsstatus abhängig zu machen.

Habe ich verlernt Gefühle zuzulassen? Habe ich verlernt etwas zu empfangen und im Gegenzug auch etwas zu geben? Bin ich nicht mehr fähig das Gute in mein Leben einziehen zu lassen? Ich denke es ist tatsächlich so aber ich bin mir sicher, dass es mir gelingen kann es von neuem zu lernen.

[…]

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