You are currently browsing the category archive for the ‘Le Papillon’ category.


Ich selbst gab mir einst ein Versprechen. Nichts sollte vergebens sein. Nicht ein einziger Atemzug.

Die meisten Versprechen auf diesem Globus werden früher oder später gebrochen. So scheint das Spiel zu sein. Ein Spiel, dass

ich mitzuspielen nicht gewillt bin. Nicht mehr und schon gar nicht, wenn es um Le Papillon geht. Meinem kleinen Freund, der in mir wohnt und meiner Welt ganz neue Farben verleiht. Jener Freund, der vor Leichtigkeit zu schweben scheint und nichts unversucht lässt, um mir Leichtigkeit zu lehren. Er wird nicht müde, er ist treu, ich trage ihn in mir. Nach meinem kleinen Tod in Leipzig trug er mich in schweren Momenten in eine ferne Welt. In eine Welt, die mich mit Wärme erfüllte und die mich nicht bluten ließ. Er schwimmt in Liebe und wenn die Zeit reif ist öffnet er alle Schleusen und überflutet mich mit seinem goldenen Elixier. In jenen Momenten weicht alle Kälte aus meinem Körper und Wärme hält Einzug. Er beschenkt mich mit einem tot geglaubten Gefühl.
Das, was mir von Außen, außerhalb familiärer Mauern nie zuteilwurde, sollte ich mir nun selbst zugestehen. Es ist an der Zeit mich nun endlich selbst zu beschenken. Es ist an der Zeit, mir endlich selbst Treue zu schwören. Dem langsam aber sicher älter werdenden Knaben, in den Anfangsdreißigern, der nun seine ersten Falten bewundert und irgendwie froh darum ist, da es hätte auch wesentlich anders kommen können. Mein Leben hätte gänzlich ohne Falten enden können.
Das, was für die meisten unter uns Normalität zu sein scheint kommt für mich einem Geschenk gleich. Zur Ruhe kommen und Luft holen. Einfach nur atmen und mir bewusst werden, dass ich am Leben bin.
Advertisements
%d Bloggern gefällt das: